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LHC: und sie steht doch noch ….

30 Mrz

die Erde – entgegen den Befürchtungen, dass die im CERNer Large Hadron Collider (LHC) erzeugten Hochenergie-Teilchenkollisionen ein schwarzes Loch produzieren könnten, das mit seinem unbändigen Appetit die Erde verschlingen könnte (ganz oder in Stückchen). Nun ja, das war aus verschiedenen Überlegungen heraus sowieso nicht wirklich zu erwarten gewesen ….

Was mich aber etwas belustigt hat, sind die ’sehr qualifiziert gehaltenen’ Presse-Titel und Aussagen zum heutigen LHC-Ereignis: Der zweite Urknall / Auf der Such nach dem Gott-Teilchen / Physiker simulieren Urknall / Atomteilchen wurden fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt …

Auch die Bezeichnungen für den Super-Beschleuniger LHC sind gigantisch: Weltmaschine, Urknallmaschine. Es fehlt nur noch der Begriff: Gott-Maschine oder vielleicht auch Deus ex Machina.

Spaß beiseite: bin mal gespannt, welche Erkenntnisse sich eines Tages aus den Forschungsergebnissen ziehen lassen und ob wir durch sie dem Verständnis von Zeit, Raum und Materie näher kommen. Es wäre doch sehr zu hoffen.

The Catcher in the Rye – Jerome David Salinger

28 Jan

Einflussreich war er ja wirklich, aber auch exzentrisch und mit zunehmendem Alter menschen- und publicity-scheu. Besonders seine Novelle ‚The Catcher in the Rye’ (Der Fänger im Roggen) wurde ein – stark kontrovers diskutierter – Welterfolg.

Auch ich war/bin von diesem Buch fasziniert, es übt eine eigentümliche Faszination aus, der man sich nur schwer entziehen kann.
J D Salinger(1950 / Quelle: Wikipedia) John D Salinger 1950
Berühmt wurde das Buch auch dadurch, dass Mark David Chapman dieses Buch bei sich trug, als er John Lennon erschoss.

If you really want to hear about it, the first thing you’ll probably want to know is where I was born and what my lousy childhood was like, and how my parents were occupied and all before they had me, and all that David Copperfield kind of crap, but I don’t feel like going into it, if you want to know the truth. (J.D.Salinger, The Catcher in the Rye)

11 und USA

11 Sep

1. New York ist der 11 Staat der USA.

2. Das erste Flugzeug, dass in eines der Türme flog, hatte die Flugnummer 11.

3. Dieser Flug hatte 92 Passagiere. 9+2=11

4. Flugnummer 77, das ebenfalls in die Zwillingstürme flog hatte 65 Passagiere. 6+5=11

5. Diese Tragödie fand am 11 September statt. Oder, wie es heute genannt wird, “9/11″. 9+1+1=11

6. Das Datum entspricht der Telefonnummer des amerikanischen Rettungsdienstes 911. 9+1+1=11

Kein Zufall…?! Lies weiter und denk weiter darüber nach:

7. Insgesamt betrug die Anzahl aller Opfer in den entführten Flugzeugen 254. 2+5+4=11

8. Der 11 September ist der 254. Tag im Kalender. Und wieder 2+5+4=11

9. Das Bombenattentat in Madrid fand am 3.11.2004 statt.
3+1+1+2+4=11

10. Diese Tragödie fand genau 911 Tage nach dem Attentat auf das WTC statt. Wieder 911, wieder 9/11, wieder 9+1+1=11

Jetzt wird es aber wirklich unheimlich:

Öffne ein Word Dokument und mach folgendes:
Tippe in Großbuchstaben Q33 NY (das ist die Nummer des Fluges, das zuerst in die Zwillingstürme einschlug), markiere Q33 NY, ändere die Schriftgröße auf 48 und ändere die Schriftart auf wingdings (1)

Was denkst du jetzt?

Exposé zu “Lieutenant Gustl”

7 Sep

Da geht ein junger Mann in ein Konzert und kommt anschließend als Mensch mit Selbstmordgedanken wieder heraus. Da muss man sich doch fragen, was dort geschehen ist. War es etwa das aufgeführte Stück, das diesen Menschen so sehr betrübt hat? Und tatsächlich ist es eine Messe am Mittwoch in der Karwoche, die ja schließlich auf den Karfreitag mit dem Gedächtnis an Jesu Leiden und Sterben zuläuft. Doch gerade dieser Stoff ist es eben nicht, der diesen Menschen derartig verstört. Vom Stück selbst hat er nämlich nicht viel mitbekommen, musste selbst sogar mehrmals nachsehen, wo er sich da befand: „Was ist es denn eigentlich? Ich muss das Programm anschauen… Ja, richtig: Oratorium!“1. Statt auf das Geschehen auf der Bühne zu achten, interessiert er sich mehr für die weiblichen Personen um ihn herum. „Das Mädel drüben in der Loge ist sehr hübsch. Sieht sie mich an oder den Herrn dort mit dem blonden Vollbart?“2. Was macht so ein offensichtlicher Kunstbanause also hier? Er hatte die Karte von einem Herrn Kopetzky geschenkt bekommen, den er sehr schätzt3. Nun ist er in dieser Situation ‚gefangen‘, die ihm sowohl Lust als auch Unlust beschert: „Bravo, bravo! Jetzt wird‘s doch bald aus sein?“4; und wir sind gleichsam mit ihm in seinem Bewusstseinsstrom gefangen. ‚Gefangen‘ mag man wohl sagen, denn uns mag dieser Mensch nicht wirklich sympathisch vorkommen. Schließlich stellt er sich immer mehr als Sexist heraus, der selbst eine ‚heilige Institution‘ wie die Ehe nur als zweckmäßig für gesicherten Sex sieht: „Ob ich nicht doch einmal ernstlich an’s Heiraten denken soll? Der Willy war nicht älter als ich, wie er hineingesprungen ist. Hat schon was für sich, so immer gleich ein hübsches Weiberl zu Haus vorrätig zu haben“5. Zudem zeigt sich, dass er äußerst rassistisch eingestellt ist: „O, die Nase! – Jüdin … Noch eine […] da sind ja auch die Hälfte Juden … nicht einmal ein Oratorium kann man mehr in Ruhe genießen.“6 Schon bald kristallisiert sich allerdings heraus, worin sich dieser Hass und seine offensichtliche Überheblichkeit gründen. So erfahren wir beispielsweise, dass er aus dem Gymnasium geflogen7 ist. Stattdessen wurde er in die Kadettenschule versetzt, mit der er sich eindeutig identifiziert, wie auch wir oft die Schulen, die wir besucht haben, gerne besser reden als andere. Weiterhin ist es das neu eingeführte Freiwilligenjahr des Militärs, das nach Beendigung die gleiche Stellung als Reserveoffizier mit den damit einhergehenden Privilegien bot, wie einstmals den Berufsoffizieren. Je mehr Juden es dadurch zu einem Offizierspatent schafften, desto mehr wurde das „Einjährige“8 zum auslösenden Moment des Antisemitismus. In diesem Zusammenhang ist es sicherlich interessant zu sehen, dass Arthur Schnitzler selbst auch das Freiwilligenjahr durchgemacht hat. Vielleicht hat er an dieser Stelle den Spott und die Demütigung, die er aus den genannten Gründen miterlebt hat, so im Stück verarbeitet. Es seien manchmal „ganz nette Burschen, die Einjährigen… aber sie sollten alle nur Stellvertreter werden – denn was hat das für einen Sinn?“9 Jedenfalls sind es diese Gründe, die uns verstehen lassen, wieso dieser arrogante Schnösel Gustl so ist, wie er ist – nämlich eine unsichere, instabile Persönlichkeit.

Diese Unsicherheit gipfelt in der Begegnung mit dem Bäckermeister, der sich das Drängeln und die unflätige Art des Gustl nicht gefallen lässt. Er nimmt ihm den Säbel weg und droht diesen zu zerbrechen und die Stücke an das Regimentskommando zu schicken. Die Folgen wären für Gustl katastrophal, sollte jemand davon erfahren. Aber wieso eigentlich? Worin liegt der Schlüssel dieser Szene?  Wo später der Riesenaufschrei nach Satisfaktion ausbricht, steht jetzt erst einmal die Verblüffung und die Machtlosigkeit im Vordergrund. Sieht man nämlich den Säbel nicht nur als Zubehör der Uniform, sondern als Phallus – man möge mir den Vergleich verzeihen – so kann man sagen, dass Gustl in dieser Szene symbolhaft entmannt wird. Ohne seinen Säbel ist er absolut kampf- und handlungsunfähig. Das Zerbrechen des Säbels ist gleichzeitig die Zerstörung seiner Existenz: „hätt er ja meinen Säbel herausgezogen und zerbrochen, und aus wär’s gewesen – Alles wär aus gewesen!“10 – Schließlich hat er ja keinen Schulabschluss vom Gymnasium, sondern nur seine Militärausbildung. An dieser Stelle wird uns seine volle Schwäche offenbart.

Wenn man das Stück vom Standpunkt der Erzählperspektive liest, so merkt man, dass Schnitzler an zwei Stellen den Bewusstseinsstrom ‚bricht‘ bzw. erweitert: Einmal beim so eben erwähnten Streit zwischen Gustl und dem Bäckermeister11, sowie beim Gespräch mit dem Kellner12 am Ende der Erzählung. Ich möchte hier kurz auf den ersten ‚Bruch‘ eingehen. Wo wir sonst nur sehen durften, dürfen wir beim hektischen Treiben an der Garderobe nun auch hören. Im Getümmel staut sich die Wut in Gustl an, die ihn sogar „Sie, halten Sie das Maul!“13 sagen lässt. Und spätestens mit dem Griff des Bäckers zu Gustls Säbel pocht auch unser Herz schnell mit, wenn wir uns fragen, was denn nun Schreckliches passieren mag. Genau wie in der Gefahr alle unsere Sinne Alarm schlagen und sie scharf werden lässt, verlassen wir nun das reine Sehen Gustls und fangen an mit einem weiteren geschärften Sinn zu hören. So sehe ich das plötzliche Hören, das vorher nicht da war und in den bisherigen Bewusstseinsstrom eingreift, als völlig plausible Folge der Reaktion auf Gefahr an. Die aufkommende Wut, seine Verzweiflung und Verwirrung vernebeln dann aber anschließend wieder unsere Sinne und wir werden wieder taub. Und eine Angst bleibt.

Bleibt die Frage, was Gustls Angst nach diesem Ereignis nun genau ist und wie sie sich äußert.

Gustl spricht immer wieder von Ehre und dem Verlust der Ehre. Für ihn ist sie wohl das Wichtigste: „Ehre verloren, alles verloren!“14 Schließlich weiß er genau, wie er jemandem begegnet, der keine Ehre mehr besitzt: „Dem Ringeimer hat ein Fleischselcher, wie er ihn mit seiner Frau erwischt hat, eine Ohrfeige gegeben, und er hat quittiert und sitzt irgendwo auf’m Land und hat geheiratet… Dass es Weiber giebt, die so einen Menschen heiraten! … – Meiner Seel‘, ich gäb‘ ihm nicht die Hand“15. Dann kommt diese zweite Stimme, aus der wir erst später schlau werden, und die ihm sagt, er soll sich am besten umbringen. Eine Art multiple Persönlichkeit scheint sich auszubilden „Na, geh’n wir nur weiter“16, die wir ganz leicht in Gustl und diese ominöse Stimme auftrennen können, die ihn zum Selbstmord treiben will: „nein, zu überlegen ist da gar nichts – gescheh’n ist gescheh’n – auch das mit der Mama und mit der Klara ist Unsinn – die werden’s schon verschmerzen – man verschmerzt alles“17. Jetzt beginnt auch ein Kampf zwischen der Stimme und dem Leser, der sich verpflichtet fühlt, den Gustl doch wieder zur Raison zu bringen und den Selbstmord aufzuhalten. In der Tat wirft uns Schnitzler immer wieder Krümel vor die Füße – Sätze, die wir Gustl gerne sagen wollen, um die Tat zu verhindern – wie die übertriebene Reaktion in Bezug auf das Geschehene, wenn Gustl sagt: „Unglaublich, weswegen sich die Leut‘ totschießen!“18. Auch glauben wir als Leser, es gäbe noch Hoffnung, als Gustl über seinen nächsten Geburtstag nachdenkt: „Was werd‘ ich im nächsten Jahr?“19 Letztendlich müssen wir uns aber doch der Stimme geschlagen geben, die mit harschen Worten seinen militärischen Gehorsam anspricht: „Fehlt nur noch, dass Du zum Weinen anfangst … pfui Teufel! – Ordentlichen Schritt … so!“20 Und jetzt wissen wir auch, warum wir keine Chance haben, denn hier spricht der Soldat aus Gustl, alles was er kennt, gelernt und gelebt hat.

Nachdem wir die Auslöser der Angst und seine Form nun kennen, können wir uns auch fragen, ob diese ganzen Gedankengänge, die darauf folgen, auch etwas Positives bewirken, wenn wir den anfänglichen Gustl mit dem Schluss-Gustl vergleichen. Hier ein paar Gedanken dazu.

Im Angesicht des Todes zeigt sich, dass sich Gustl doch noch an anderen (Ge)lüsten freuen kann, als nur Sex. Er lernt die Natur und die Stadt schätzen, die ihm nachts Schutz gewährt und versteht Orte nun auch als Zufluchtsmöglichkeit. So ist Amerika21 beispielsweise auch ein Ort, an dem sich keiner um irgendetwas kümmert und an dem man auch sein Glück finden kann22. Und auch der Prater lässt ihn in seinem Schutz einschlafen. Er lernt seine Familie zu loben, besonders seine Schwester23. Auch wenn er es nicht zugeben möchte24, so werden wir gewahr, dass er Steffi von ganzem Herzen liebt, so wie er die ganze Zeit an sie denkt; ein verlässlicher Erzähler ist er schließlich nicht, behauptet er doch, er könne sich keine Namen merken25, was er aber doch sehr gut kann. Und zu guter Letzt, lernt er sich auch selbst besser kennen: „Dass mich manchmal selber vor mir graust, das hab‘ ich ihnen ja doch nicht geschrieben – na, mir scheint, ich hab’s auch selber gar nicht recht gewusst.“26

Also macht Gustl einen komplexen Prozess durch, der sich auch schon an seiner Wegwahl erkennen lässt. So rennt er fluchtartig durch ein Prostituiertenviertel und über die Aspernbrücke27, der Ort an dem Napoleon nicht gewann, genau wie er gegen den Bäckermeister nicht gewinnen konnte28 und landet schließlich am/im Prater. Hier wendet sich sein Weg vom Verderben in eine mögliche Siegesrichtung, als er nach dem Aufwachen an der Siegersäule von Tegetthoff29 vorbei geht. Sein Schicksal ist also doch noch nicht besiegelt.

Natürlich mag man bezweifeln, dass die von mir genannten Veränderungen lange Bestand haben, wenn man sich Gustls Betragen im Café ansieht, wo er sich einreden will, dass sich für ihn alles zum Guten gewendet hat, nur weil er in der Kirche war30. Er scheint auch nichts aus seinem Betragen gelernt zu haben, wenn man liest, dass er immer noch zum Duell mit dem Doktor gehen will, das ja auch nur aufgrund der falschen Wortwahl stattfindet. Nichtsdestotrotz bleibt für mich unbestritten, dass Schnitzler ein Meister des Bewusstseinsstromes ist – was er für mich auch schon mit meiner Lektüre von „Fräulein Else“31 bewiesen hat – da er es schafft, ein Erlebnis so unglaublich intensiv darzustellen, dass wir einfach nicht aus (s)einer Haut können.

  1. Diese und alle folgenden Angaben aus: Schnitzler, Arthur: Lieutenant Gustl. Reclam 2009. Hier: S.7, Z.7f []
  2. S.7, Z.29f []
  3. S.7, Z.20f: „Ein braver Kerl, der Kopetzky! Der einzige, auf den man sich verlassen kann“. []
  4. S.9, Z.24 []
  5. S.13, Z.20f []
  6. S.14, Z.5f []
  7. S.12, Z.26f []
  8. Vgl. S.22, Z.21 []
  9. S.22, Z.21f []
  10. S.17, Z.9f []
  11. Vgl. S.14, Z.31 – S.16, Z.12 []
  12. Vgl. S.42, Z.24 – S.45, Z.15 []
  13. S.15, Z.12 []
  14. S.22, Z.29f []
  15. S.21, Z.23f []
  16. S.25, Z.9 []
  17. S.31, Z.7f []
  18. S.24, Z.19f []
  19. S.24, Z.29 []
  20. S.34, Z.16f []
  21. S.29, Z.6f []
  22. S.29, Z.10f: Graf Runge hat in Amerika ein Hotel eröffnet und „pfeift“ auf die Vergangenheit. []
  23. S.28, Z.16f: „Die Klara ist so ein gescheites Mädel“. []
  24. Vgl. S.41, Z.14f []
  25. Vgl. S.10, Z.15 []
  26. S.34, Z.12f []
  27. S.22, Z.11 []
  28. Vgl. auch S.20, Z.21: „[G]anz wehrlos sind wir gegen die Zivilisten“. []
  29. S.34, Z.27: „Die Tegetthoffsäule … so lang hat sie noch nie ausg’schaut“. []
  30. S.44, Z.15f: „O, herrlich, herrlich! – Am End‘ ist das Alles, weil ich in der Kirchen g’wesen bin“. []
  31. Schnitzler, Arthur: Fräulein Else. Reclam 2006. []

Ein guter Tag für Verschwörungstheoretiker

18 Aug

Denn die Britische Regierung hat bisher unter Verschluss gehaltene UFO-Dokumente aus den Jahren 1981-1996 veröffentlicht (Download Link). Hier stehen mehrere Hundert Megabytes an Datenmaterial zur Sichtung zur Verfügung.
Darunter auch Unterlagen über das berühmtesten Ereignis, die sogenannten Rendlesham Forest UFO-Landungen vom Dezember 1980.
Ein wahre (?) Fundgrube also für UFO-Anhänger

Das Woodstock Festival – Höhepunkt der Hippie-Bewegung

15 Aug

… jedenfalls für alle diejenigen, denen die Musikgrößen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez, Joe Cocker, The Grateful Dead , The Who, Country Joe and the Fish, Canned Heat, Arlo Guthrie, Ten Years After, Blood Sweat and Tears, Crosby, Stills, Nash & Young, Jefferson Airplane, Richie Havens, ….. etwas zu sagen haben.

Über 400 000 Besucher feierten dieses Folk-Rock-Soul-Blues-Festival der Hippie-Bewegung. Viel mehr wollten noch dazu kommen, konnten dies aber wegen verstopfter Zufahrtsstraßen nicht tun. Die Zustände (Essensversorgung, sanitäre Einrichtungen, etc.) waren teilweise sehr chaotisch, es wurde viel improvisiert, Dann das wechselhafte Wetter mit viel Regen und Sturm, und über den Drogengebrauch möchte ich hier lieber nicht reden.

Und heute, 40 Jahre später? Die Welt hat sich seitdem ziemlich verändert (im Guten wie im Schlechten). Wir haben neue (globale) Probleme und Schwierigkeiten zu meistern. Doch mit gemeinsamer Begeisterung für die zu ereichenden Ziele und zu bewältigenden Aufgaben geht es besser.

Wie frisch ist frisch?

5 Aug

Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass in vielen Lebensmittelregalen sogenannte länger haltbare Milch steht (wird als ESL-Milch bezeichnet = Extended Shelf Life = verlängerte Haltbarkeit). Bei der Herstellung wird dabei die Milch für ca. 10 bis 15 Sekunden auf 127 °C erhitzt und anschließend auf 90 °C abgekühlt. Im Gegensatz dazu wird normal pasteurisierte Milch für ca. 30 Sekunden auf etwa 75 °C erhitzt und H-Milch für wenige Sekunden auf 135 °C. Durch die höhere Wärmebehandlung bleibt die ESL-Milch länger ‚frisch’, nämlich 12-21 Tage im Gegensatz zur ‚traditionell hergestellten’ Frischmilch (5-6 Tage). 

Das Problem dabei ist, dass viele Verbraucher die ‚neue’ Milch gar nicht haben wollen (Koch-Geschmack, weniger Vitamine) sondern die bisherige ‚Frischmilch’ bevorzugen. Und hier fängt die ‚Schweinerei’ an, denn auf den ‚neuen’ Milchpackungen stehen Begriffe wie ‚länger frisch’ und ‚maxi frisch’, aus denen nicht wirklich klar hervorgeht, wie das Behandlungsverfahren war, oder es werden gleich die bisherigen Verpackungen weiterverwendet und nur das Haltbarkeitsdatum entsprechend verlängert – das ergaben jedenfalls mehrere bundesweit durchgeführte Überprüfungen. 

Da fragt man/frau/kind sich doch, wer hinter dieser Aktion dahinter steckt. Die Verbraucher etwa? Nein, die sicher nicht. Die Bauern und Bäuerinnen? Nein, die sicher auch nicht. Die Milchindustrie? Ja, denn nur sie hat Interesse daran, reduziert die ESL-Milch doch das Problem der zu schnell abgelaufenen Ware. Also eine rein kommerzielle Angelegenheit. Auch das wäre ja noch OK, wenn die ganze Sache transparent wäre. Aber das ist sie nicht, und so wird wieder einmal zu Lasten der Verbraucher gehandelt, oder anders ausgedrückt: der Verbraucher wird wieder mal für dumm verkauft (siehe Imitat-Produkte). 

Laut Medienberichten soll es sogar so sein, dass manche Discounter/Läden überhaupt keine echte Frischmilch mehr führen, sondern nur noch die ‚neue’.  So eine Schweinerei.

Persepolis

1 Aug

Persepolis

I came across this book some time ago when I was looking to find some ‘classic’ graphic novels (like: A Contract With God, by Will Eisner) and I found Persepolis and became in a certain way fascinated by this book (although the content is rather depressing). Originally written in French, the Iranian author Marjane Satrapi describes her childhood and upbringing in Iran before and during the Iranian Revolution (Part I) and – after her departure from Iran – her – sometimes strange – high school and other experiences in Austria before she came back to live in post-revolutionary Islamic Iran (Part II). 

Persepolis

The graphic illustrations are in black and white and so is the content (actually, I feel it’s more black than white, oftentimes pitch-black). This is a book about her experiences in the context of a totalitarian system that enforces strict adherence to given social and political standards.

Satrapi’s book is worthwhile to be read in the context of contemporary events. 
It has also been adapted into an animated film (which I have not seen yet but I guess, it’s likewise worthwhile to watch)

Ein schlechter Tag für Verschwörungstheoretiker

20 Jul

Ein schlechter Tag für Verschwörungstheoretiker
Mondlanung 20.7.1969, (c) NASA

Mondlanung 20.7.1969, (c) NASA

Der 20.7.2009 war ein schlechter Tag für Anhänger der Mondlandungs-Verschwörungstheorie. Behauptete doch die NASA, vor genau 40 Jahren auf dem Mond gelandet zu sein, wo es doch ihrer Meinung nach offensichtlich war, dass die Mond-Aufnahmen in Hollywood fabriziert wurden. Und das Entsetzliche daran ist, dass Millionen Menschen immer noch auf diesen Schwindel hereinfallen. Wo doch die Beweislage so überzeugend ist, denn man kann, wie jedem Einsichtigen klar ist, aus dem Fehlen oder dem Zurückhalten von Beweisen die Gegenaussage beweisen. Alles ganz logisch, oder?

Always look on the bright side of life

15 Jul

Always look on the bright side of life

Wer hätte gedacht, dass Klinsi jemals mit Jesus Christus verglichen würde. Er selbst sicher am allerwenigsten. Aber die taz hat’s zur Osterzeit 2009 geschafft, Klinsmann mit dem Jesus Christus des satirischen Monty-Python-Film Das Leben des Brian in Verbindung zu bringen.

Klinsmann klagte dagegen, und verlor nun auch in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München. Die Begründung: das Recht auf Meinungsfreiheit, das satirische Darstellungen mit einschließt, gelte höher als das Persönlichkeitsrecht.

Eine Entscheidung, die sicher Gegenstand von Diskussionen sein wird.

Ich frage mich, ob der Vergleich mit dem gekreuzigten Christus nicht doch ein bisschen weit hergeholt ist (wenn auch sicher medienwirksam gut ausgedacht). Denn ich kann mir einfach nicht so richtig vorstellen, dass der Job als Fußballtrainer des 1 FC Bayern München eine so gewaltige, welterlösende Funktion haben kann/soll und dass Klinsmanns Blut und Schweißtropfen heilsbringend sind. Sicher hätte sich ein anderer, besser geeigneter Vergleich finden lassen. Aber vielleicht täusche ich mich auch in diesem Punkt.

Bildquelle: taz