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Y2010Bug

17 Jan

Das war er also, der verspätete Y2K Bug, der die Welt zur Jahrtausendwende lahmlegen sollte. Er war ja nicht dumm, wusste er doch ganz genau, dass man ihn da sofort aufgespürt und ausgelöscht hätte. Also hatte er sich – schlau wie er nun mal war – die ganze Zeit über in den Softwareprogrammen für die Speicherchips der Bankkarten versteckt. Und 10 Jahre später ging dann seine Rechnung auf – wenn auch nicht ganz so wie es wohl erhofft hatte, aber dennoch wurden viele Millionen Karteninhaber davon betroffen.

Unklar ist mir aber, wie es überhaupt zu diesem Bug kam. Ob er von Menschen gemacht wurde, oder sozusagen von Himmel herunter fiel. Beim Nachdenken bin ich dann doch auf einige Erklärungsmöglichkeiten gestoßen.

Könnte es nicht so gewesen sein, dass ein gefrusteter Programmier (w/m) sich eine kleine Racheaktion ausgedacht hatte? Vielleicht hatte ihn ja sein Arbeitgeber unfair behandelt – oder sein Lebenspartner (m/w), und so sollte das Ganze ein kleine, aber dezidiert durchdachte und fein abgestimmte Bestrafungsaktion sein. So ähnlich etwa wie der Wissenschaftler in ‚Per Anhalter durch die Galaxis’, der aus Rache dafür, dass seine Frau ihn ständig nervte, den ‚Total Perspective Vortex’ erfand und dann auch gleich an seiner Frau ausprobierte … mit den bekannten fatalen Folgen.

Oder vielleicht hatte auch nur irgendjemand morgens einfach schlechte Laune und hat sich dann über irgendeine Belanglosigkeit aufgeregt … und das hat ihm dann wieder jemand anders übel genommen und sich darüber mokiert … was wiederum einer anderen Person sauer aufstieß und verärgerte …. und so weiter … bis dass es schließlich am Ende dazu kam, dass der Software-Engineer (w/m), der eigentlich die ganzen Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen der Software-Implementierung auf den Speicherchips überprüfen sollte, früher als sonst Mittag machte, länger und besser aß und schließlich eine ganz andere Arbeit begann, die ihn nicht so nervte und ihn früher nach Hause entließ …. dann aber, als sein Chef (w/m) ihn nach dem Stand der Qualitätsüberprüfung fragte, mit einem gekonnten Grinsen im Gesicht den vollen Erfolg der Aktion bestätigte

Oder war es (nur) ein Hacker (m/w), der wieder einmal seine perfiden Kenntnisse (mit Erfolg) ausprobieren wollte …. ?

Ja, das waren sie, meine zugegebenermaßen etwas naiven Erklärungsversuche. Aber so bin ich nun einmal, den daran glauben, dass es lediglich Gedankenlosigkeit, Nachlässigkeit und Unfähigkeit war, mag ich einfach nicht.

Neue deutsche Rechtschreibung: DATENSHUTZ und PRIFATSPHÄRE

29 Okt

Datenschutz und Privatsphäre scheinen für viele noch ein Fremdwort zu sein, deshalb will ich sie hier noch einmal in Großbuchstaben schreiben: DATENSCHUTZ, PRIVATSPHÄRE.
Zugegebenermaßen schwierige Wörter, die immer wieder mal aufgeschrieben oder buchstabiert werden sollten , wird doch Sphäre mit SPH geschrieben, und Privat mit V.
Achtung an alle Schüler und Studenten: auch die korrekte Schreibweise von VZ sollte sitzen.

Und wenn wir schon beim Buchstabieren sind: hier noch einige weitere, schwierige Wörter, die man gut kennen sollte: KRIMINELLE ENERGIE, KUNDENABZOCKE, VERANTWORTUNGSLOSIGKEIT. Ach ja, noch eines: DUMMHEIT.

Das Woodstock Festival – Höhepunkt der Hippie-Bewegung

15 Aug

… jedenfalls für alle diejenigen, denen die Musikgrößen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez, Joe Cocker, The Grateful Dead , The Who, Country Joe and the Fish, Canned Heat, Arlo Guthrie, Ten Years After, Blood Sweat and Tears, Crosby, Stills, Nash & Young, Jefferson Airplane, Richie Havens, ….. etwas zu sagen haben.

Über 400 000 Besucher feierten dieses Folk-Rock-Soul-Blues-Festival der Hippie-Bewegung. Viel mehr wollten noch dazu kommen, konnten dies aber wegen verstopfter Zufahrtsstraßen nicht tun. Die Zustände (Essensversorgung, sanitäre Einrichtungen, etc.) waren teilweise sehr chaotisch, es wurde viel improvisiert, Dann das wechselhafte Wetter mit viel Regen und Sturm, und über den Drogengebrauch möchte ich hier lieber nicht reden.

Und heute, 40 Jahre später? Die Welt hat sich seitdem ziemlich verändert (im Guten wie im Schlechten). Wir haben neue (globale) Probleme und Schwierigkeiten zu meistern. Doch mit gemeinsamer Begeisterung für die zu ereichenden Ziele und zu bewältigenden Aufgaben geht es besser.

Zu viel Sonne unter der Strickjacke

7 Aug

Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird von uns hier sehr ernst genommen. Wir üben es aus, wenn wir über Dinge sprechen wollen, die uns wichtig erscheinen. Doch was ist eigentlich wichtig? Wer entscheidet das? Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, dass wir es selbst seien, behaupte ich, dass es Trends sind, die die Themen bestimmen.

Twitter

Twitter ist eine Art SMS Dienst, bei dem jeder in 120 Zeichen mitteilen kann, was er/sie gerade macht. Wenn Sie also gerne Nachrichten lesen wie – Mache gerade Frühstück – dann viel Spaß. Der für mich nicht nachvollziehbare Reiz scheint in der Tat darin zu liegen, die Nchrichten twitternder (= zwittschernde) Promis zu lesen. Oh ja, es ist ja so viel spannender zu lesen wenn Ashton Kutcher Frühstück macht – Mache gerade Frühstück. Haben Sie den Unterschied gemerkt? Ich auch nicht.

[Meine ehrliche Meinung über Twitter lesen Sie in Gänze auf FinkAboutIt.com]

Videologs

Das sind einfach Videotagebücher, in denen Leute über ihren Tag oder den Aufreger der Woche berichten. Wenn einem der Stoff ausgeht, sollte man dann nicht eher eine Pause machen, statt zwölf Minuten lang über Sonnencreme zu labern?


In der ersten Minute erfahren Sie, warum ich den Artikels so betitelt habe

Fazit

Was sich im Internet als freie Rede ausgibt, ist meist nur ein ausgelebter Trend, der nach kurzer Zeit schon ausgelutscht ist, da der Stoff nichts hergibt. Das Schlimme an dem ganzen ist, dass sich ein unglaublicher Berg an Gerüchtemüll und sinnlosem BlaBla häuft, dass es nur schwer möglich ist, an gescheite Informationen zu kommen. So müssen Sie zuerst durch ein Meer von Zwitt[sic!]schernden Vögel waten, die Sie mit Ihrem Kot erschlagen, um danach in der Videohölle aufzuwachen, in der Sie bis zu Ihrem Lebensende Videos in furchtbarer Webcamqualität aushalten müssen, in denen Sie von Leuten angeschrien werden, die so einsam sein müssen, dass sie ihre Meinung niemandem sonst kundtun können.

Filmkritik: The Happening

2 Apr

Filmkritik: The Happening

Der Inhalt stirbt wie seine Schauspieler

Im Central Park in New York City bleiben plötzlich alle Menschen stehen, reden wirres Zeug und bringen sich selbst um. Einfach so. Die geschockten Bewohner New Yorks versuchen daraufhin der unbekannten Seuche zu entkommen, die sich auf unerklärliche Weise verbereitet. Der Naturkundelehrer einer New Yorker Schule (gespielt von Action Schauspieler Mark Wahlberg) und sein Mathemathikfreund versuchen ebenfalls zu flüchten. Wie in einem typischen Horrorfilm (falls dieser Film das sein will und wenn, kann man ihn so nicht bezeichnen) sterben nach und nach alle bis auf die Protagonisten: Naturkundelehrer, seine Frau und die Tochter des ebenfalls ausgefilterten Mathekumpels, der die Frau von Mark hasst.

Der Tagsüber-spielende-Horror-blutige-Spezialeffekte-Wissenschaftsdrama-schlechte-Story-habende-Comedy-A-Movie-Film

In diesen 90 Minuten erleben Sie einen Film eines verwirrenden Genres, denn dieser Film weiß einfach nicht, was er sein will. Während uns die übertrieben detailreich inszenierten Selbstmordszenen horrormäßig schockieren, lachen wir darüber, dass Mark Wahlberg mit einem Plastikbaum spricht und diesen bittet ihn nicht umzubringen. Das Stichwort Naturkunde illustriert wundervoll, wie bescheuert undurchdacht dieser Film ist. Denn als Naturkundelehrer sollte er eigentlich einen Plastikbaum sofort von einem echten unterscheiden können. Ebenso als unfähig stellt er sich heraus, wenn er nach Erklärungen für den Ausbruch und die Verteilung der Seuche sucht. Zuerst kommt er darauf, dass der Wind schuld ist, dann sind es plötzlich die Plfanzen und dann die Anzahl der Leute auf einem Haufen und später alles drei. Das hätte wohl auch ein U-Bahnkartenverkäufer herausgefunden.

Ebenso undurchdacht (das Wort klingt viel zu positiv, finde ich) ist die Beziehung zwischen Mark und seiner Frau, die ihn unglaublich betrogen hat, indem sie mit einem Kollegen namens Joey ein Dessert essen war. Ihn kratzt das eigentlich nicht und sie hat das Gefühl ihn verlassen zu müssen. HÄH? Wie passt das denn nun hinein? Gar nicht, aber ohne diesen völlig absurden, nichtssagenden, schwachsinnigen, haltlosen Nebenplot wäre der Film halt nur halb so lang gewesen. Dafür kann man bei diesem A-Movie keinen vollen Kartenpreis verlangen.

Fazit

Normalerweise schaue ich mir einen Film mindestens zweimal an, bevor ich mich an eine Kritik darüber mache, aber diesen Film tue ich mir nicht nochmals an. Schließlich weiß der Film gar nicht, was er mit dem Zuschauer anfangen will und schickt ihn doch nur in den Abspann, ohne Erklärung, nur mit der geschwängerten Frau von Mark, warum auch immer das wichtig war. Wer immer sich diese 90 Minuten antun will, kann sich auf jede Menge sinnloser Gewalt einstellen, einen teuren Hubschrauber, der durch seine Rotoren das Gras bewegt und damit den Wind simuliert, vor dem die Schauspieler wegrennen, und einen fehlbesetzten Mark Wahlberg, der in der Weinszene nicht weinen kann, genau wie die anderen Schauspieler auch. Ich jedoch habe keine Schwierigkeiten damit zu weinen, wenn ich diesen furchtbaren Film je wieder ansehen muss.

Mama!! Ich kann mein Referat nicht machen

18 Nov

Ende letzter Woche war Wikipedia.de nicht mehr erreichbar. Da war die Krise bei allen, die ein Referat machen mussten, groß. Jetzt der Grund für die Sperrung in den Worten von Wikipedia:

Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann (die Linke), wird es dem Wikimedia e.V. untersagt die Internetadresse Wikipedia.de auf de.wikipedia.org weiterzuleiten, solange unter der Adresse bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden.

Am 16. November zog Herr Heilmann die einstweilige Verfügung zurück. Wikimedia hat in dieser Zeit mehr Spenden gesammelt als jemals zuvor. Laut Financial Times Deutschland schießt Heilmann “mit Kanonen auf Spatzen”. Die Tageszeitung Neues Deutschland schreibt:

Ob sich in Wikipedia falsche, ehrverletzende Behauptungen über Lutz Heilmann befunden haben, muss hier offen bleiben. Nicht offen bleiben kann aber, dass Heilmann mit seiner Klage weit überzogen hat«, heißt es dort. »Gewöhnlich sorgt die Netzgemeinde für Korrektur. Wer diesen Prozess der demokratischen Selbstkorrektur durch auch nur vorübergehende Sperrung eines solchen Mediums zu »ersetzen« versucht, geht den Pfad der Zensur. [...] Die Linke muss klarstellen, dass sie mit Internet-Zensur nichts am Hut hat.

Ein brandheißes Eisen, das Herr Heilmann da angefaßt hat. Es wird sich zeigen, ob einige Brandflecken für die Partei bleiben.

Google löscht Suchdaten früher

16 Sep

Wie ist es doch beruhigend zu wissen, dass Google meine Suchdaten nun schon bereits nach 9 Monaten Speicherzeit löscht, und nicht wie zuvor erst nach 18 Monaten (und schon gar nicht nie, wie es davor der Fall war). Das heißt, jede meiner Suchanfragen und dazu meine IP-Adresse werden nur noch 270 Tage lang gespeichert. Das ist doch gut und man kann sich so richtig glücklich preisen über so viel Datenschutz.

Quelle: FR-online vom 9.9.2008

Google und unsere (häusliche) Intimsphäre

27 Aug

Es hat schon viel Aufsehen in unseren Städten erregt. Gemeint ist das Google-Fahrzeug mit dem sonderbaren Gestänge auf dem Dach. Wie bekannt, fotografiert Google damit systematisch Straßenzüge, in der Absicht, daraus eine für jeden zugängliche, virtuell begehbaren Stadt zu erstellen. So auch in Stuttgart, Berlin, Frankfurt und München (abgesehen mal von bereits ca. 40 US-Städten).

Konkret bedeutet das: alles, was von der Straße aus fotografiert werden kann: Häuser, Vorgärten, Autos, Menschen, Hunde, Müllcontainer. Eben alles, was sichtbar ist (und vielleicht auch bald das Ganze dann bei Nacht mit Infrarot-Kamera).

Nun, diese Sache ist ja ganz schön, wie man selbst mal bei Google-Maps ausprobieren sollte (New York zum Beispiel, oder San Francisco), aber das Problem dabei ist, dass diese ungeheure Informationsflut für JEDEN sichtbar ist, und es wäre das erste Mal, dass so etwas nicht ganz schnell für irgendwelche Zwecke systematisch ausgenutzt wird (Häusermakler, Bauspekulanten, Diebesbanden, Spezialfahnder, €¦).

In ein paar Monaten soll dann auch Stuttgart als einer der ersten deutschen Städte online zu besichtigen sein. Mal sehen, was wir dann alles so sehen werden.

Across the Universe

17 Aug

Across the Universe

Kürzlich habe ich mir die DVD-Version dieses Musikfilmes, der im Herbst 2007 in die US-Kinos kam, angeschaut und muss sagen, dass er mich sehr beeindruckt hat. Als Regisseurin zeichnete die künstlerisch sehr talentierte Julie Taymor verantwortlich. FSK: ab 12 Jahren.

Across the Universe zeichnet episodenhaft die Erfahrungen einiger Personen vor dem Hintergrund der 60er Jahre ab (Kulturrevolution, Martin-Luther King, Anti-Vietnam-Demos, psychedelische Musik und Drogenkonsum).

Hauptcharaktere sind der junge Liverpooler Werftarbeiter Jude (Jim Burgess), der sich auf die Reise nach Princeton (USA) macht, um seinen (unbekannten) Vater aufzuspüren und sich dabei in Lucy (Evan Rachel Wood) verliebt, die aus einer privilegierten Familie stammt, sich aber leidenschaftlich bei den Anti-Vietnam-Demonstrationen engagiert. Lucy€™s Bruder Max (Joe Anderson), der sich ebenso in den immer gewalttätiger werdenden Klassenkampf einbringt, bekommt den Einberufungsbefehl nach Vietnam, wird dort verwundet und traumatisiert. Weitere Rollen: Sadie (gespielt von Dana Fuchs), die den Typus Janis Joplin repräsentiert und der Gitarrist JoJo (Martin Luther McCoy), der Jimmy Hendrix als Typus verkörpert.

Der Filmstory verwendet 33 Beatles-Kompositionen (darunter auch den titelgebenden Song Across the Universe) und verwebt Musik und Handlung in teilweise psychedelisch wirkende grafische Kompositionen. Der Film überschlägt sich förmlich mit witzigen, teilweise skurrilen Einfällen und künstlerischen Darstellungen, zu denen auch die geschmackvoll vorgetragenen Beatles-Kompositionen gehören.

Insgesamt ein sehr lohnenswerter Film, der den Zuschauer in die Zerrissenheit der 60er Jahre zurückversetzt. Nicht nur für Beatles-Fans ein Genuss.

Sei ein Klingelton!

17 Aug

Sei ein Klingelton!

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich Britain’s Got Talent per YouTube verfolgt habe. Dort darf jeder mit allem auftreten.

Paul Potts oben mit dabei

Trotzdem keine Überraschung: Wie immer gewann ein Sänger und niemand sonst. Dann kommt der letztmalige Gewinner Paul Potts in die Telekom Werbung und plötzlich wissen alle Bescheid.

Nessun dorma wird nach den 3 Tenören erneut zur Sensation und erobert die Herzen von ahnungslosen, mit dem Trend gehenden Deutschen. Paul Potts, der Dicke mit der Zahnlücke, ist die Mediensensation, die es derzeit auf Platz 6 in den Klingelton Charts bei Jamba geschafft hat.

Daran sieht man ganz deutlich, dass man alles jedem verkaufen kann.

Wo Kiddies früher bei ihrem HipHop blieben und die Alten bei der Klassik, geht es heute nur noch darum mit dem Trend zu gehen.