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Das Rad der Wiederkehr …

10 Jun

Das Rad der Wiederkehr …

… rollt unaufhaltsam, geradezu unerbittlich. Seine Trägheitsmasse scheint sehr groß zu sein. Gemeint ist das Rad der verbotenen Preisabsprachen … und die Verlockungen sind ja sooo groß …

Zum Glück gibt es die schlauen und weitsichtigen Füchse des Bundeskartellamts. Sie haben erneut zugeschlagen und fünf führende deutsche Hersteller von Brillengläsern sowie dem Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) und sieben verantwortlichen Mitarbeiter eine 115 Millionen Euro Strafe vor die Nase gesetzt. Autsch, das dürfte selbst von Myopia geplagte Kurzsichtige weitsichtig werden lassen. Hoffentlich hat dies eine heilsame Wirkung.

Die Leidtragenden (oder soll ich sagen: die Dummen) waren natürlich wieder mal die Verbraucher. (Bildquelle: Wikipedia / (c) Victor Rocha)

Let’s call TINA

22 Mai

TINA kommt immer dann ins Spiel, wenn scheinbar nichts mehr geht. Wenn sozusagen das Ende der immer enger werdenden Sackgasse erreicht wurde und einem die Ausweglosigkeit in die Augen springt und die beginnende Verzweiflung des Geistes neue Lösungen erfordert.

Das Problem liegt offensichtlich auf der Hand. Es geht nicht mehr vorwärts und auch nicht mehr zurück. Eingeklemmt wie eine Maus in der tödlichen Falle. Wenn jetzt nicht schnell Hilfe kommt.

Und genau auf diesem Moment hat TINA gewartet, das ist sozusagen ihre Stunde, jetzt kann sie beweisen, wozu sie fähig ist. Und das macht sie dann auch mit Bravour und zaubert eine radikale Lösung aus dem Hut, so wie der Magier das Kaninchen. Prima, Lösung gefunden, Problem beseitigt. Es kann weiter gehen

Auch TINA ist wieder einmal sehr begeistert und freut sich schon riesig auf ihren nächsten Einsatz.

P.S. 1 TINAs voller Name lautet: There Is No Alternative.
P.S. 2 Das Kaninchen kostete (mindestens) € 148 Mrd.
P.S. 3 Der Magier kommt aus Griechenland
P.S. 4 Die sich verengende Sackgasse wurde von Finanz-Architekten geplant und von Finanz-Jongleuren gebaut. Zeitplan
und Ausgaben wurden dabei exakt eingehalten. Ein voller Erfolg
P.S. 5 Wer schreibt die nächste Kurzgeschichte?

LHC: und sie steht doch noch ….

30 Mrz

die Erde – entgegen den Befürchtungen, dass die im CERNer Large Hadron Collider (LHC) erzeugten Hochenergie-Teilchenkollisionen ein schwarzes Loch produzieren könnten, das mit seinem unbändigen Appetit die Erde verschlingen könnte (ganz oder in Stückchen). Nun ja, das war aus verschiedenen Überlegungen heraus sowieso nicht wirklich zu erwarten gewesen ….

Was mich aber etwas belustigt hat, sind die ’sehr qualifiziert gehaltenen’ Presse-Titel und Aussagen zum heutigen LHC-Ereignis: Der zweite Urknall / Auf der Such nach dem Gott-Teilchen / Physiker simulieren Urknall / Atomteilchen wurden fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt …

Auch die Bezeichnungen für den Super-Beschleuniger LHC sind gigantisch: Weltmaschine, Urknallmaschine. Es fehlt nur noch der Begriff: Gott-Maschine oder vielleicht auch Deus ex Machina.

Spaß beiseite: bin mal gespannt, welche Erkenntnisse sich eines Tages aus den Forschungsergebnissen ziehen lassen und ob wir durch sie dem Verständnis von Zeit, Raum und Materie näher kommen. Es wäre doch sehr zu hoffen.

Abgründe menschlicher Destruktivität

5 Mrz

Ich spreche jetzt nicht über die allseits bekannte organisierte Kriminalität und andere Schwerverbrechen aus dem kriminellen Milieu. Nein, ich meine die haarsträubenden Gewalttaten an Schutzbefohlenen innerhalb der katholischen Kirche. Nicht dass ich diese Kirche per se schlecht machen möchte, doch die jetzt ans Tageslicht kommenden Vorfälle werfen ein äußerst schlechtes Licht auf die verantwortlichen Amts- und Würdenträger. Besonders entsetzlich ist dabei die in meinen Augen systematische Verhüllung und Verschleierung der Vorfälle, sehr zum Schaden der Opfer.

Hier sind zweifellos sehr harte und schmerzliche Konsequenzen angebracht; eine Selbstreinigung der Kirche ist unerlässlich und von allergrößter Dringlichkeit. So kann und darf es nicht weitergehen !!!

Und die Kirche sollte die Opfer großzügig entschädigen. Nicht, dass damit die Taten ungeschehen gemacht werden könnten oder die Qualen der Opfer gemindert, aber es würde die Ernsthaftigkeit des kirchlichen Sinneswandels unter Beweis stellen.

1.54

23 Feb

Promille ist natürlich eindeutig zu viel für das Steuerrad. Da hat Frau Käßmann schon einen großen Fehler begangen – schon allein aus Vorbildsgründen. Aber Häme kann ich dabei nicht empfinden, sondern Mitgefühl. Ich hoffe sehr für Frau Käßmann, dass sie die Folgen bewältigen kann und aus diesem Fehler lernt. Ansonsten halte ich mich an das Wort: Wer von euch ohne Sünde ist, der ….

Kaufen oder nicht kaufen? Das ist hier die Frage

1 Feb

Kaufen oder nicht kaufen? Das ist hier die Frage

Ist der rechtsstaatliche Ankauf von unbefugt erworbenem Datenmaterial von Steuersündern (besser: Steuerkriminelle) in Rahmen der Steuergerechtigkeit erlaubt, geboten oder verboten?
Juristisch ist das ein schwieriges Terrain. Handelt es sich dabei um illegale Daten, die nicht schützenswert sind? Begünstigt gar der Staat beim Ankauf der Daten den Informanten (Datendieb) und begibt sich sozusagen in die Rolle eines Hehlers? Unterliegt die so erworbenen Information dem Beweisverwertungsverbot? Gehört Steuerhinterziehung zur ‚Intimsphäre’ des Steuersünders oder wiegt hier das Interesse am Gemeinwohl stärker als der Schutz der Privatsphäre? Wird durch den Ankauf die Rechtsstaatlichkeit unterhöhlt?

Kniffliger Fragen, die ich selbst nicht beantworten kann.
Aber mein Gefühl sagt mir: nicht kaufen. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie sich die Politik entscheidet.

(Bildquelle: Wikipedia)

The Catcher in the Rye – Jerome David Salinger

28 Jan

Einflussreich war er ja wirklich, aber auch exzentrisch und mit zunehmendem Alter menschen- und publicity-scheu. Besonders seine Novelle ‚The Catcher in the Rye’ (Der Fänger im Roggen) wurde ein – stark kontrovers diskutierter – Welterfolg.

Auch ich war/bin von diesem Buch fasziniert, es übt eine eigentümliche Faszination aus, der man sich nur schwer entziehen kann.
J D Salinger(1950 / Quelle: Wikipedia) John D Salinger 1950
Berühmt wurde das Buch auch dadurch, dass Mark David Chapman dieses Buch bei sich trug, als er John Lennon erschoss.

If you really want to hear about it, the first thing you’ll probably want to know is where I was born and what my lousy childhood was like, and how my parents were occupied and all before they had me, and all that David Copperfield kind of crap, but I don’t feel like going into it, if you want to know the truth. (J.D.Salinger, The Catcher in the Rye)

Ich liebe sie, die Nacktscanner

20 Jan

Ich weiß gar nicht, warum manche Leute sich so sehr darüber aufregen. Ich jedenfalls finde sie ganz aufregend, vielleicht sogar ein bisschen geil. Natürlich wird man/frau dabei gesehen, ist doch klar, man/frau hat doch schließlich auch nichts zu verbergen. Prüderie ist hier fehl am Platze, schließlich leben wir im post-aufgeklärten 21. Jahrhundert.

Ich für meinen Teil gehe gerne nackt durch den Scanner. Wenn bloß das mit dem lästigen Aus- und Anziehen nicht wäre. Aber vielleicht macht man/frau bald daraus eine Tugend, und bietet ganz offiziell das Nacktfliegen an. Das würde doch alle Probleme auf einmal lösen.

Es könnten sogar super-werbewirksame Flüge für ein gewisses Klientel oder für bestimmte Altersgruppen angeboten werden (wie: freitags nackt zum halben Preis nach Berlin, oder: Ü50-N zum halben Tarif in jede Stadt Europas). Das würde mit Sicherheit der arg gebeutelten Luftfahrt gut tun. Wie gesagt, ich freue mich schon darauf !

Y2010Bug

17 Jan

Das war er also, der verspätete Y2K Bug, der die Welt zur Jahrtausendwende lahmlegen sollte. Er war ja nicht dumm, wusste er doch ganz genau, dass man ihn da sofort aufgespürt und ausgelöscht hätte. Also hatte er sich – schlau wie er nun mal war – die ganze Zeit über in den Softwareprogrammen für die Speicherchips der Bankkarten versteckt. Und 10 Jahre später ging dann seine Rechnung auf – wenn auch nicht ganz so wie es wohl erhofft hatte, aber dennoch wurden viele Millionen Karteninhaber davon betroffen.

Unklar ist mir aber, wie es überhaupt zu diesem Bug kam. Ob er von Menschen gemacht wurde, oder sozusagen von Himmel herunter fiel. Beim Nachdenken bin ich dann doch auf einige Erklärungsmöglichkeiten gestoßen.

Könnte es nicht so gewesen sein, dass ein gefrusteter Programmier (w/m) sich eine kleine Racheaktion ausgedacht hatte? Vielleicht hatte ihn ja sein Arbeitgeber unfair behandelt – oder sein Lebenspartner (m/w), und so sollte das Ganze ein kleine, aber dezidiert durchdachte und fein abgestimmte Bestrafungsaktion sein. So ähnlich etwa wie der Wissenschaftler in ‚Per Anhalter durch die Galaxis’, der aus Rache dafür, dass seine Frau ihn ständig nervte, den ‚Total Perspective Vortex’ erfand und dann auch gleich an seiner Frau ausprobierte … mit den bekannten fatalen Folgen.

Oder vielleicht hatte auch nur irgendjemand morgens einfach schlechte Laune und hat sich dann über irgendeine Belanglosigkeit aufgeregt … und das hat ihm dann wieder jemand anders übel genommen und sich darüber mokiert … was wiederum einer anderen Person sauer aufstieß und verärgerte …. und so weiter … bis dass es schließlich am Ende dazu kam, dass der Software-Engineer (w/m), der eigentlich die ganzen Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen der Software-Implementierung auf den Speicherchips überprüfen sollte, früher als sonst Mittag machte, länger und besser aß und schließlich eine ganz andere Arbeit begann, die ihn nicht so nervte und ihn früher nach Hause entließ …. dann aber, als sein Chef (w/m) ihn nach dem Stand der Qualitätsüberprüfung fragte, mit einem gekonnten Grinsen im Gesicht den vollen Erfolg der Aktion bestätigte

Oder war es (nur) ein Hacker (m/w), der wieder einmal seine perfiden Kenntnisse (mit Erfolg) ausprobieren wollte …. ?

Ja, das waren sie, meine zugegebenermaßen etwas naiven Erklärungsversuche. Aber so bin ich nun einmal, den daran glauben, dass es lediglich Gedankenlosigkeit, Nachlässigkeit und Unfähigkeit war, mag ich einfach nicht.

Nein, das kann überhaupt nicht sein …

21 Dez

dass mein Lieblingskaffeeröster, auf dessen Ethiopia Verpackung der schöne Satz ‚Menschen für Menschen’ draufsteht, so etwas Gesetzwidriges getan haben sollte. Nein, zumal auf der Internetseite von D der schöne Satz steht: Die vertrauensvolle und faire Zusammenarbeit mit Ihnen, unseren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist die Grundlage unseres gemeinsamen Erfolges.

Nein, das glaube ich einfach nicht. Warum sollten D und M und T einfach die Marktgesetzte ausschalten wollen? Nur wegen dem schnöden Profit? Sicher nicht.

Also, was für einen Grund hätte es dann gegeben? Richtig: gar keinen. Denn wenn sie es wirklich getan hätten, dann hätten sie ja uns gutgläubige Kunden seit Anfang 2000 über acht Jahre hinweg abgezockt, und dann dürften wir eigentlich den ach so guten Kaffee nicht mehr kaufen und trinken. Aber wie gesagt, ich schenke diesem Gerücht keine Beachtung.

Ich wundere mich nur, warum das Kartellamt eine Strafe in Höhe von knapp 160 Millionen Euro gegen M und T und D verhängt hat? Musste das sein? Damit könnten sich in Deutschland über 30 Millionen Haushalte je eine Packung vom feinsten milden Kaffee kaufen!

Ich hoffe nur, dass T und M und D dagegen Rechtsmittel einlegen werden und Recht bekommen. Dann kann ich auch deren Kaffee wieder mit vollem Genuss trinken …