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Ich glaub mein Schwein impft!

13 Jan

Ich glaub mein Schwein impft!

Die Schweinegrippe, genauer gesagt H1N1, löst rund um die Welt verschiedenste Reaktionen aus. Da herrscht Panik bei Einem, wo bei einem Anderen nur die Achseln zucken. Wieder jemand anders trauert, während auf der entgegen gesetzten Seite des Globus einer einen Schweinegrippen-Witz erzählt. Hier finden Sie eine Galerie der Reaktionen auf die Schweinegrippe.

Ich persönlich halte die H1N1 Seuche für ein ernsthaftes Problem, da Menschen in medizinisch unterversorgten Ländern immer noch daran sterben. Nichtsdestotrotz ist reine Panikmache genauso keine Lösung wie reine Polemik.

Credits:

11 und USA

11 Sep

1. New York ist der 11 Staat der USA.

2. Das erste Flugzeug, dass in eines der Türme flog, hatte die Flugnummer 11.

3. Dieser Flug hatte 92 Passagiere. 9+2=11

4. Flugnummer 77, das ebenfalls in die Zwillingstürme flog hatte 65 Passagiere. 6+5=11

5. Diese Tragödie fand am 11 September statt. Oder, wie es heute genannt wird, “9/11″. 9+1+1=11

6. Das Datum entspricht der Telefonnummer des amerikanischen Rettungsdienstes 911. 9+1+1=11

Kein Zufall…?! Lies weiter und denk weiter darüber nach:

7. Insgesamt betrug die Anzahl aller Opfer in den entführten Flugzeugen 254. 2+5+4=11

8. Der 11 September ist der 254. Tag im Kalender. Und wieder 2+5+4=11

9. Das Bombenattentat in Madrid fand am 3.11.2004 statt.
3+1+1+2+4=11

10. Diese Tragödie fand genau 911 Tage nach dem Attentat auf das WTC statt. Wieder 911, wieder 9/11, wieder 9+1+1=11

Jetzt wird es aber wirklich unheimlich:

Öffne ein Word Dokument und mach folgendes:
Tippe in Großbuchstaben Q33 NY (das ist die Nummer des Fluges, das zuerst in die Zwillingstürme einschlug), markiere Q33 NY, ändere die Schriftgröße auf 48 und ändere die Schriftart auf wingdings (1)

Was denkst du jetzt?

Exposé zu “Lieutenant Gustl”

7 Sep

Da geht ein junger Mann in ein Konzert und kommt anschließend als Mensch mit Selbstmordgedanken wieder heraus. Da muss man sich doch fragen, was dort geschehen ist. War es etwa das aufgeführte Stück, das diesen Menschen so sehr betrübt hat? Und tatsächlich ist es eine Messe am Mittwoch in der Karwoche, die ja schließlich auf den Karfreitag mit dem Gedächtnis an Jesu Leiden und Sterben zuläuft. Doch gerade dieser Stoff ist es eben nicht, der diesen Menschen derartig verstört. Vom Stück selbst hat er nämlich nicht viel mitbekommen, musste selbst sogar mehrmals nachsehen, wo er sich da befand: „Was ist es denn eigentlich? Ich muss das Programm anschauen… Ja, richtig: Oratorium!“1. Statt auf das Geschehen auf der Bühne zu achten, interessiert er sich mehr für die weiblichen Personen um ihn herum. „Das Mädel drüben in der Loge ist sehr hübsch. Sieht sie mich an oder den Herrn dort mit dem blonden Vollbart?“2. Was macht so ein offensichtlicher Kunstbanause also hier? Er hatte die Karte von einem Herrn Kopetzky geschenkt bekommen, den er sehr schätzt3. Nun ist er in dieser Situation ‚gefangen‘, die ihm sowohl Lust als auch Unlust beschert: „Bravo, bravo! Jetzt wird‘s doch bald aus sein?“4; und wir sind gleichsam mit ihm in seinem Bewusstseinsstrom gefangen. ‚Gefangen‘ mag man wohl sagen, denn uns mag dieser Mensch nicht wirklich sympathisch vorkommen. Schließlich stellt er sich immer mehr als Sexist heraus, der selbst eine ‚heilige Institution‘ wie die Ehe nur als zweckmäßig für gesicherten Sex sieht: „Ob ich nicht doch einmal ernstlich an’s Heiraten denken soll? Der Willy war nicht älter als ich, wie er hineingesprungen ist. Hat schon was für sich, so immer gleich ein hübsches Weiberl zu Haus vorrätig zu haben“5. Zudem zeigt sich, dass er äußerst rassistisch eingestellt ist: „O, die Nase! – Jüdin … Noch eine […] da sind ja auch die Hälfte Juden … nicht einmal ein Oratorium kann man mehr in Ruhe genießen.“6 Schon bald kristallisiert sich allerdings heraus, worin sich dieser Hass und seine offensichtliche Überheblichkeit gründen. So erfahren wir beispielsweise, dass er aus dem Gymnasium geflogen7 ist. Stattdessen wurde er in die Kadettenschule versetzt, mit der er sich eindeutig identifiziert, wie auch wir oft die Schulen, die wir besucht haben, gerne besser reden als andere. Weiterhin ist es das neu eingeführte Freiwilligenjahr des Militärs, das nach Beendigung die gleiche Stellung als Reserveoffizier mit den damit einhergehenden Privilegien bot, wie einstmals den Berufsoffizieren. Je mehr Juden es dadurch zu einem Offizierspatent schafften, desto mehr wurde das „Einjährige“8 zum auslösenden Moment des Antisemitismus. In diesem Zusammenhang ist es sicherlich interessant zu sehen, dass Arthur Schnitzler selbst auch das Freiwilligenjahr durchgemacht hat. Vielleicht hat er an dieser Stelle den Spott und die Demütigung, die er aus den genannten Gründen miterlebt hat, so im Stück verarbeitet. Es seien manchmal „ganz nette Burschen, die Einjährigen… aber sie sollten alle nur Stellvertreter werden – denn was hat das für einen Sinn?“9 Jedenfalls sind es diese Gründe, die uns verstehen lassen, wieso dieser arrogante Schnösel Gustl so ist, wie er ist – nämlich eine unsichere, instabile Persönlichkeit.

Diese Unsicherheit gipfelt in der Begegnung mit dem Bäckermeister, der sich das Drängeln und die unflätige Art des Gustl nicht gefallen lässt. Er nimmt ihm den Säbel weg und droht diesen zu zerbrechen und die Stücke an das Regimentskommando zu schicken. Die Folgen wären für Gustl katastrophal, sollte jemand davon erfahren. Aber wieso eigentlich? Worin liegt der Schlüssel dieser Szene?  Wo später der Riesenaufschrei nach Satisfaktion ausbricht, steht jetzt erst einmal die Verblüffung und die Machtlosigkeit im Vordergrund. Sieht man nämlich den Säbel nicht nur als Zubehör der Uniform, sondern als Phallus – man möge mir den Vergleich verzeihen – so kann man sagen, dass Gustl in dieser Szene symbolhaft entmannt wird. Ohne seinen Säbel ist er absolut kampf- und handlungsunfähig. Das Zerbrechen des Säbels ist gleichzeitig die Zerstörung seiner Existenz: „hätt er ja meinen Säbel herausgezogen und zerbrochen, und aus wär’s gewesen – Alles wär aus gewesen!“10 – Schließlich hat er ja keinen Schulabschluss vom Gymnasium, sondern nur seine Militärausbildung. An dieser Stelle wird uns seine volle Schwäche offenbart.

Wenn man das Stück vom Standpunkt der Erzählperspektive liest, so merkt man, dass Schnitzler an zwei Stellen den Bewusstseinsstrom ‚bricht‘ bzw. erweitert: Einmal beim so eben erwähnten Streit zwischen Gustl und dem Bäckermeister11, sowie beim Gespräch mit dem Kellner12 am Ende der Erzählung. Ich möchte hier kurz auf den ersten ‚Bruch‘ eingehen. Wo wir sonst nur sehen durften, dürfen wir beim hektischen Treiben an der Garderobe nun auch hören. Im Getümmel staut sich die Wut in Gustl an, die ihn sogar „Sie, halten Sie das Maul!“13 sagen lässt. Und spätestens mit dem Griff des Bäckers zu Gustls Säbel pocht auch unser Herz schnell mit, wenn wir uns fragen, was denn nun Schreckliches passieren mag. Genau wie in der Gefahr alle unsere Sinne Alarm schlagen und sie scharf werden lässt, verlassen wir nun das reine Sehen Gustls und fangen an mit einem weiteren geschärften Sinn zu hören. So sehe ich das plötzliche Hören, das vorher nicht da war und in den bisherigen Bewusstseinsstrom eingreift, als völlig plausible Folge der Reaktion auf Gefahr an. Die aufkommende Wut, seine Verzweiflung und Verwirrung vernebeln dann aber anschließend wieder unsere Sinne und wir werden wieder taub. Und eine Angst bleibt.

Bleibt die Frage, was Gustls Angst nach diesem Ereignis nun genau ist und wie sie sich äußert.

Gustl spricht immer wieder von Ehre und dem Verlust der Ehre. Für ihn ist sie wohl das Wichtigste: „Ehre verloren, alles verloren!“14 Schließlich weiß er genau, wie er jemandem begegnet, der keine Ehre mehr besitzt: „Dem Ringeimer hat ein Fleischselcher, wie er ihn mit seiner Frau erwischt hat, eine Ohrfeige gegeben, und er hat quittiert und sitzt irgendwo auf’m Land und hat geheiratet… Dass es Weiber giebt, die so einen Menschen heiraten! … – Meiner Seel‘, ich gäb‘ ihm nicht die Hand“15. Dann kommt diese zweite Stimme, aus der wir erst später schlau werden, und die ihm sagt, er soll sich am besten umbringen. Eine Art multiple Persönlichkeit scheint sich auszubilden „Na, geh’n wir nur weiter“16, die wir ganz leicht in Gustl und diese ominöse Stimme auftrennen können, die ihn zum Selbstmord treiben will: „nein, zu überlegen ist da gar nichts – gescheh’n ist gescheh’n – auch das mit der Mama und mit der Klara ist Unsinn – die werden’s schon verschmerzen – man verschmerzt alles“17. Jetzt beginnt auch ein Kampf zwischen der Stimme und dem Leser, der sich verpflichtet fühlt, den Gustl doch wieder zur Raison zu bringen und den Selbstmord aufzuhalten. In der Tat wirft uns Schnitzler immer wieder Krümel vor die Füße – Sätze, die wir Gustl gerne sagen wollen, um die Tat zu verhindern – wie die übertriebene Reaktion in Bezug auf das Geschehene, wenn Gustl sagt: „Unglaublich, weswegen sich die Leut‘ totschießen!“18. Auch glauben wir als Leser, es gäbe noch Hoffnung, als Gustl über seinen nächsten Geburtstag nachdenkt: „Was werd‘ ich im nächsten Jahr?“19 Letztendlich müssen wir uns aber doch der Stimme geschlagen geben, die mit harschen Worten seinen militärischen Gehorsam anspricht: „Fehlt nur noch, dass Du zum Weinen anfangst … pfui Teufel! – Ordentlichen Schritt … so!“20 Und jetzt wissen wir auch, warum wir keine Chance haben, denn hier spricht der Soldat aus Gustl, alles was er kennt, gelernt und gelebt hat.

Nachdem wir die Auslöser der Angst und seine Form nun kennen, können wir uns auch fragen, ob diese ganzen Gedankengänge, die darauf folgen, auch etwas Positives bewirken, wenn wir den anfänglichen Gustl mit dem Schluss-Gustl vergleichen. Hier ein paar Gedanken dazu.

Im Angesicht des Todes zeigt sich, dass sich Gustl doch noch an anderen (Ge)lüsten freuen kann, als nur Sex. Er lernt die Natur und die Stadt schätzen, die ihm nachts Schutz gewährt und versteht Orte nun auch als Zufluchtsmöglichkeit. So ist Amerika21 beispielsweise auch ein Ort, an dem sich keiner um irgendetwas kümmert und an dem man auch sein Glück finden kann22. Und auch der Prater lässt ihn in seinem Schutz einschlafen. Er lernt seine Familie zu loben, besonders seine Schwester23. Auch wenn er es nicht zugeben möchte24, so werden wir gewahr, dass er Steffi von ganzem Herzen liebt, so wie er die ganze Zeit an sie denkt; ein verlässlicher Erzähler ist er schließlich nicht, behauptet er doch, er könne sich keine Namen merken25, was er aber doch sehr gut kann. Und zu guter Letzt, lernt er sich auch selbst besser kennen: „Dass mich manchmal selber vor mir graust, das hab‘ ich ihnen ja doch nicht geschrieben – na, mir scheint, ich hab’s auch selber gar nicht recht gewusst.“26

Also macht Gustl einen komplexen Prozess durch, der sich auch schon an seiner Wegwahl erkennen lässt. So rennt er fluchtartig durch ein Prostituiertenviertel und über die Aspernbrücke27, der Ort an dem Napoleon nicht gewann, genau wie er gegen den Bäckermeister nicht gewinnen konnte28 und landet schließlich am/im Prater. Hier wendet sich sein Weg vom Verderben in eine mögliche Siegesrichtung, als er nach dem Aufwachen an der Siegersäule von Tegetthoff29 vorbei geht. Sein Schicksal ist also doch noch nicht besiegelt.

Natürlich mag man bezweifeln, dass die von mir genannten Veränderungen lange Bestand haben, wenn man sich Gustls Betragen im Café ansieht, wo er sich einreden will, dass sich für ihn alles zum Guten gewendet hat, nur weil er in der Kirche war30. Er scheint auch nichts aus seinem Betragen gelernt zu haben, wenn man liest, dass er immer noch zum Duell mit dem Doktor gehen will, das ja auch nur aufgrund der falschen Wortwahl stattfindet. Nichtsdestotrotz bleibt für mich unbestritten, dass Schnitzler ein Meister des Bewusstseinsstromes ist – was er für mich auch schon mit meiner Lektüre von „Fräulein Else“31 bewiesen hat – da er es schafft, ein Erlebnis so unglaublich intensiv darzustellen, dass wir einfach nicht aus (s)einer Haut können.

  1. Diese und alle folgenden Angaben aus: Schnitzler, Arthur: Lieutenant Gustl. Reclam 2009. Hier: S.7, Z.7f []
  2. S.7, Z.29f []
  3. S.7, Z.20f: „Ein braver Kerl, der Kopetzky! Der einzige, auf den man sich verlassen kann“. []
  4. S.9, Z.24 []
  5. S.13, Z.20f []
  6. S.14, Z.5f []
  7. S.12, Z.26f []
  8. Vgl. S.22, Z.21 []
  9. S.22, Z.21f []
  10. S.17, Z.9f []
  11. Vgl. S.14, Z.31 – S.16, Z.12 []
  12. Vgl. S.42, Z.24 – S.45, Z.15 []
  13. S.15, Z.12 []
  14. S.22, Z.29f []
  15. S.21, Z.23f []
  16. S.25, Z.9 []
  17. S.31, Z.7f []
  18. S.24, Z.19f []
  19. S.24, Z.29 []
  20. S.34, Z.16f []
  21. S.29, Z.6f []
  22. S.29, Z.10f: Graf Runge hat in Amerika ein Hotel eröffnet und „pfeift“ auf die Vergangenheit. []
  23. S.28, Z.16f: „Die Klara ist so ein gescheites Mädel“. []
  24. Vgl. S.41, Z.14f []
  25. Vgl. S.10, Z.15 []
  26. S.34, Z.12f []
  27. S.22, Z.11 []
  28. Vgl. auch S.20, Z.21: „[G]anz wehrlos sind wir gegen die Zivilisten“. []
  29. S.34, Z.27: „Die Tegetthoffsäule … so lang hat sie noch nie ausg’schaut“. []
  30. S.44, Z.15f: „O, herrlich, herrlich! – Am End‘ ist das Alles, weil ich in der Kirchen g’wesen bin“. []
  31. Schnitzler, Arthur: Fräulein Else. Reclam 2006. []

Zu viel Sonne unter der Strickjacke

7 Aug

Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird von uns hier sehr ernst genommen. Wir üben es aus, wenn wir über Dinge sprechen wollen, die uns wichtig erscheinen. Doch was ist eigentlich wichtig? Wer entscheidet das? Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, dass wir es selbst seien, behaupte ich, dass es Trends sind, die die Themen bestimmen.

Twitter

Twitter ist eine Art SMS Dienst, bei dem jeder in 120 Zeichen mitteilen kann, was er/sie gerade macht. Wenn Sie also gerne Nachrichten lesen wie – Mache gerade Frühstück – dann viel Spaß. Der für mich nicht nachvollziehbare Reiz scheint in der Tat darin zu liegen, die Nchrichten twitternder (= zwittschernde) Promis zu lesen. Oh ja, es ist ja so viel spannender zu lesen wenn Ashton Kutcher Frühstück macht – Mache gerade Frühstück. Haben Sie den Unterschied gemerkt? Ich auch nicht.

[Meine ehrliche Meinung über Twitter lesen Sie in Gänze auf FinkAboutIt.com]

Videologs

Das sind einfach Videotagebücher, in denen Leute über ihren Tag oder den Aufreger der Woche berichten. Wenn einem der Stoff ausgeht, sollte man dann nicht eher eine Pause machen, statt zwölf Minuten lang über Sonnencreme zu labern?


In der ersten Minute erfahren Sie, warum ich den Artikels so betitelt habe

Fazit

Was sich im Internet als freie Rede ausgibt, ist meist nur ein ausgelebter Trend, der nach kurzer Zeit schon ausgelutscht ist, da der Stoff nichts hergibt. Das Schlimme an dem ganzen ist, dass sich ein unglaublicher Berg an Gerüchtemüll und sinnlosem BlaBla häuft, dass es nur schwer möglich ist, an gescheite Informationen zu kommen. So müssen Sie zuerst durch ein Meer von Zwitt[sic!]schernden Vögel waten, die Sie mit Ihrem Kot erschlagen, um danach in der Videohölle aufzuwachen, in der Sie bis zu Ihrem Lebensende Videos in furchtbarer Webcamqualität aushalten müssen, in denen Sie von Leuten angeschrien werden, die so einsam sein müssen, dass sie ihre Meinung niemandem sonst kundtun können.

Galerie der schlechten Ideen

3 Aug

Galerie der schlechten Ideen

Wer ist Deutschland?

19 Jul

Im folgenden sehen Sie einige Videos aus der “Du bist Deutschland” Kampagne, die das gegenwärtige Selbstbild ausdrücken sollen.

…Mit Kindern

…Mit “deutschen” Promis

Darunter findet sich auch ein kritischer Beitrag zur Vorratsdatenspeicherung:

Ich möchte Gott spielen

12 Jul

Ich möchte Gott spielen

Sollte künstliche Intelligenz weiterentwickelt werden, um weiterhin neue spannende Computerspiele zu erschaffen oder Müllwagen, die automatisch erkennen, wie sie die Mülltonne anpacken müssen? Oder lassen wir die Entwicklung der KI lieber stagnieren, um Arbeitsplätze zu erhalten oder die Gefahr von unkontrollierbaren Killerrobotern zu unterbinden, wie wir sie aus Filmen kennen? Wie kann ich mein Urteil vorurteilsfrei/ethisch begründen?

Hier lesen Sie meinen Essay darüber.

Jackson tot – Alle drehen durch

7 Jul

Wenn Menschen weinen, wie damals, als am 11. September 2001 die Twin Towers eingestürzt sind, dann… Ach, was sag ich denn da? Damals haben sicher nicht so viele Menschen geweint, wie jetzt, da Michael Jackson tot ist. In ca. 2 Stunden beginnt die Trauerfeier oder anders gesagt: der Medienzirkus. Altstars wie Usher und andere, die sich in letzter Zeit keinen Namen mehr machen konnten wegen der neuen Junggeneration High School Musical oder Hannah Montana, kommen aus ihren Löchern und trällern Schnulzsongs für … ja für wen eigentlich? Für Jacko sicher nicht, denn der kriegts ja nicht mehr mit. Ach ja, für die geplanten 750 Millionen Zuschauer, die, aufgescheucht von allen Medien, die es gibt, sich den Abend freinehmen und “trauern”. So wird Madonna “trauern”, indem sie ihr Konzert mal kurz für eine Live-Schalte ins Staples Center unterbricht. Wow! Echte Trauer! Vielleicht singt sie danach “Pretender”!

Wie gesagt: Alle drehen durch! Hier drei Beispiele:

  • Am heutigen Tag behauptete eine Frau in ihrem Baum fände sich ein Abbild der Visage von Jacko
  • Es gab eine Meldung, die besagte, dass die Leiche von Jacko während der Trauerfeier im Staples Center aufgebahrt würde
  • Die Leute von Videogameszone.de nahmen mit dem Spiel Fight Round 4 einen virtuellen Boxkampf zwischen Jackson und Elvis im Staples Center auf

Meine Meinung: Er war ein großartiger Entertainer – schade um das Comeback. Now, beat it! Just beat it!

Filmkritik: The Happening

2 Apr

Filmkritik: The Happening

Der Inhalt stirbt wie seine Schauspieler

Im Central Park in New York City bleiben plötzlich alle Menschen stehen, reden wirres Zeug und bringen sich selbst um. Einfach so. Die geschockten Bewohner New Yorks versuchen daraufhin der unbekannten Seuche zu entkommen, die sich auf unerklärliche Weise verbereitet. Der Naturkundelehrer einer New Yorker Schule (gespielt von Action Schauspieler Mark Wahlberg) und sein Mathemathikfreund versuchen ebenfalls zu flüchten. Wie in einem typischen Horrorfilm (falls dieser Film das sein will und wenn, kann man ihn so nicht bezeichnen) sterben nach und nach alle bis auf die Protagonisten: Naturkundelehrer, seine Frau und die Tochter des ebenfalls ausgefilterten Mathekumpels, der die Frau von Mark hasst.

Der Tagsüber-spielende-Horror-blutige-Spezialeffekte-Wissenschaftsdrama-schlechte-Story-habende-Comedy-A-Movie-Film

In diesen 90 Minuten erleben Sie einen Film eines verwirrenden Genres, denn dieser Film weiß einfach nicht, was er sein will. Während uns die übertrieben detailreich inszenierten Selbstmordszenen horrormäßig schockieren, lachen wir darüber, dass Mark Wahlberg mit einem Plastikbaum spricht und diesen bittet ihn nicht umzubringen. Das Stichwort Naturkunde illustriert wundervoll, wie bescheuert undurchdacht dieser Film ist. Denn als Naturkundelehrer sollte er eigentlich einen Plastikbaum sofort von einem echten unterscheiden können. Ebenso als unfähig stellt er sich heraus, wenn er nach Erklärungen für den Ausbruch und die Verteilung der Seuche sucht. Zuerst kommt er darauf, dass der Wind schuld ist, dann sind es plötzlich die Plfanzen und dann die Anzahl der Leute auf einem Haufen und später alles drei. Das hätte wohl auch ein U-Bahnkartenverkäufer herausgefunden.

Ebenso undurchdacht (das Wort klingt viel zu positiv, finde ich) ist die Beziehung zwischen Mark und seiner Frau, die ihn unglaublich betrogen hat, indem sie mit einem Kollegen namens Joey ein Dessert essen war. Ihn kratzt das eigentlich nicht und sie hat das Gefühl ihn verlassen zu müssen. HÄH? Wie passt das denn nun hinein? Gar nicht, aber ohne diesen völlig absurden, nichtssagenden, schwachsinnigen, haltlosen Nebenplot wäre der Film halt nur halb so lang gewesen. Dafür kann man bei diesem A-Movie keinen vollen Kartenpreis verlangen.

Fazit

Normalerweise schaue ich mir einen Film mindestens zweimal an, bevor ich mich an eine Kritik darüber mache, aber diesen Film tue ich mir nicht nochmals an. Schließlich weiß der Film gar nicht, was er mit dem Zuschauer anfangen will und schickt ihn doch nur in den Abspann, ohne Erklärung, nur mit der geschwängerten Frau von Mark, warum auch immer das wichtig war. Wer immer sich diese 90 Minuten antun will, kann sich auf jede Menge sinnloser Gewalt einstellen, einen teuren Hubschrauber, der durch seine Rotoren das Gras bewegt und damit den Wind simuliert, vor dem die Schauspieler wegrennen, und einen fehlbesetzten Mark Wahlberg, der in der Weinszene nicht weinen kann, genau wie die anderen Schauspieler auch. Ich jedoch habe keine Schwierigkeiten damit zu weinen, wenn ich diesen furchtbaren Film je wieder ansehen muss.

Obama Wahn

28 Jan

Obama Wahn

“Ich muss unbedingt die Einführungszeremonie von Obama sehen.”

“Ja warum eigentlich?”

“Na der is doch Präsident.”

“Aber doch nicht von Deutschland.”

“Na und? Aber von Amerika.”

“Und was interessiert dich das?”

“Einfach so.”

“Ach so?”

“Ja, so.”

“Also ich versteh das nicht.”

“Was verstehste nicht?”

“Na, dieser Obama Wahn.”

“Der ist aber cool, und jung und … schwarz. Das ist doch ne Sensation.”

“Der Präsident ist kuhl? Und was ist mit unserem kuhlen Köhler als Präsident?”

“Der ist aber nicht jung. Und nicht cool. Und nicht schwarz.”

“Der Obama ist auch nicht schwarz.”

“Ja, aber er ist nicht weiß und das gab’s noch nie. Die Amerikaner sind soo fortschrittlich.”

“Wir hatten aber doch zuerst eine BundeskanzlerIN !”

“Was interessiert mich die Merkel?!”

“Was interessiert dich Obama?”

“Er ist cool und jung und … schwarz.”

“Verstehe.”