Zu viel Sonne unter der Strickjacke
7 Aug
Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird von uns hier sehr ernst genommen. Wir üben es aus, wenn wir über Dinge sprechen wollen, die uns wichtig erscheinen. Doch was ist eigentlich wichtig? Wer entscheidet das? Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, dass wir es selbst seien, behaupte ich, dass es Trends sind, die die Themen bestimmen.
Twitter ist eine Art SMS Dienst, bei dem jeder in 120 Zeichen mitteilen kann, was er/sie gerade macht. Wenn Sie also gerne Nachrichten lesen wie – Mache gerade Frühstück – dann viel Spaß. Der für mich nicht nachvollziehbare Reiz scheint in der Tat darin zu liegen, die Nchrichten twitternder (= zwittschernde) Promis zu lesen. Oh ja, es ist ja so viel spannender zu lesen wenn Ashton Kutcher Frühstück macht – Mache gerade Frühstück. Haben Sie den Unterschied gemerkt? Ich auch nicht.
[Meine ehrliche Meinung über Twitter lesen Sie in Gänze auf FinkAboutIt.com]
Videologs
Das sind einfach Videotagebücher, in denen Leute über ihren Tag oder den Aufreger der Woche berichten. Wenn einem der Stoff ausgeht, sollte man dann nicht eher eine Pause machen, statt zwölf Minuten lang über Sonnencreme zu labern?
In der ersten Minute erfahren Sie, warum ich den Artikels so betitelt habe
Fazit
Was sich im Internet als freie Rede ausgibt, ist meist nur ein ausgelebter Trend, der nach kurzer Zeit schon ausgelutscht ist, da der Stoff nichts hergibt. Das Schlimme an dem ganzen ist, dass sich ein unglaublicher Berg an Gerüchtemüll und sinnlosem BlaBla häuft, dass es nur schwer möglich ist, an gescheite Informationen zu kommen. So müssen Sie zuerst durch ein Meer von Zwitt[sic!]schernden Vögel waten, die Sie mit Ihrem Kot erschlagen, um danach in der Videohölle aufzuwachen, in der Sie bis zu Ihrem Lebensende Videos in furchtbarer Webcamqualität aushalten müssen, in denen Sie von Leuten angeschrien werden, die so einsam sein müssen, dass sie ihre Meinung niemandem sonst kundtun können.


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