Deliver us from EVIL

14 Mrz

Dieser Film (2006, englische Sprache, freigegeben ab 15, auf DVD erhältlich) berichtet über die Machenschaften des pädophilen Priesters Oliver O’Grady, der in Kalifornien vom Ende der 70er Jahre bis Anfang der 90er Jahre eine Vielzahl von Kindern (Jungen und Mädchen) aufs schwerste sexuell missbraucht hat. Obwohl laut Film seine Taten den kirchlichen Behörden bekannt gewesen waren, wurde er immer nur von einer Pfarrgemeinde in die nächste versetzt, und konnte so mühelos neue Opfer finden. Regisseurin Amy Berg hat in diesem Film sowohl einige Opfer und ihre Familien als auch Oliver O’Grady selbst interviewt und so eine bedrückende Dokumentation über sexuelle Gewalt und kirchliche Unfähigkeit erstellt.

Es fiel mir nicht leicht, diesen Film anzuschauen, dokumentiert er doch das lebenslange Leiden der Opfer sowie ihrer Familien in aller Offenheit. Natürlich steht auch die Frage im Raum, ob dem pädophilen Priester hätte geholfen werden können. Das Fatale daran: auch er wurde von seinem älteren Bruder als Kind missbraucht.

Ich will mir hier kein Urteil anmaßen, doch Kindesmissbrauch ist eine schwere Verfehlung (Sünde) gegen die Betroffenen (Kinder und ihre Familien) und gegen Gottes Gebot, das diese Handlungen in schärfster Weise verurteilt.

Oliver O’Grady wurde mit 14 Jahren Gefängnis bestraft, von denen er sieben abbüßte und dann nach Irland abgeschoben wurde.

One Response to “Deliver us from EVIL”

  1. Norbert 28. Jan, 2010 at 21:22 #

    Es ist überaus deprimierend wie immer wieder die Erfahrung lehrt, dass sexueller Missbrauch keine Grenzen kennt. Jetzt kam heraus, dass es in den 60er und 70er Jahren am berühmten Canisius-Kolleg in Berlin schwerwiegende sexuelle Missbrauchsfälle gegeben hat.

    Ich hoffe ernstlich, dass die Schuldigen (sofern noch lebend) zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Erleichterung finden. Was ich nicht verstehen kann, ist, dass laut deutschem Strafrecht schwere Sexualdelikte bereits nach zehn Jahren verjähren. Hier sollte es keine Verjährungsfristen geben, denn die Opfer leiden ihr Leben lang daran und die Schwere der Tat schreit nach Sühne!

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